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Was ist Stoßwellentherapie?

Die Wirkung der Stoßwelle ist bewiesen, jedoch ist der Mechanismus, der zur Gewebsreaktion und somit zum Therapieerfolg führt nicht vollends bekannt.
Somit fehlen auch Informationen über mögliche positive und negative Störeinflüsse, die das therapeutische Ergebnis beeinflussen könnten. Deshalb ist das Ergebnis einer Stoßwellentherapie auch schlecht vorhersagbar. Alles hängt davon ab ob die erwünschte Gewebereaktion ausgelöst werden kann oder nicht.
Die noch bestehenden Unsicherheiten in der Stoßwellentherapie spiegeln sich auch in ihrer klinischen Anwendung wieder. Während in Bezug auf die mit der Stoßwelle therapierbaren Krankheitsbilder weitgehend Einigkeit besteht, ist die Handhabung in Bezug auf die optimale Energieflussdichte (Stoßwellenintensität), der Impulsrate sowie der notwendigen Therapiesitzungen zum Teil sehr unterschiedlich.

Wirkmechanismus:

Radiale Stoßwellen sind Schallwellen hoher Energie. Sie werden über die Hautoberfläche in das menschliche Gewebe eingekoppelt und breiten sich radial (kugelförmig) aus. Der Körper reagiert um die Schmerzzone mit einer erhöhten Stoffwechselaktivität. Dadurch werden Selbstheilungsprozesse angeregt oder beschleunigt.

Die Anwendung der Stoßwellen selbst ist meist schmerzfrei!
Je nach behandelter Erkrankung darf deshalb mit einem sofortigen, anhaltenden Therapieerfolg nicht gerechnet werden, weil die o.g. Gewebsreaktionen Zeit benötigen.

Wie funktioniert es?

Die Stoßwellentherapie basiert auf der Verabreichung von Ultraschalldruckwellen mit sehr hoher Amplitude und sehr steilem Anstieg. Es gibt verschiedene Verfahren um therapeutische Stoßwellen zu erzeugen.

1.    Elektohydraulisch: Verdampfung von Flüssigkeit zwischen einer Art Zündkerze
2.    Piezo elektrisch: Ausdehnung von Piezo- elektrischen Kristallen
3.    Elektromagnetisch: Membranvibration mittels elektrischen Stroms

Bei diesen drei Verfahren wird die Stoßwelle fokussiert und trifft dadurch gebündelt in einer definierten Tiefe auf das Zielgewebe. Gewebe, das außerhalb des Focuspunktes des Gerätes liegt, wird von der Stoßwelle nur wenig beeinflusst. Bei dem vierten Verfahren, der radialen Stoßwelle, wird die Druckwelle pneumatisch erzeugt, wobei eine Fokussierung nicht stattfindet und die Stoßwelle sich ungerichtet im Gewebe ausbreitet. Die Parameter einer solchen Stoßwelle sind deutlich unterschiedlich von Stoßwellen der ersten drei Verfahren. Auf Grund der wesentlich einfacheren Technik und des geringeren Verschleißes ist die radiale Stoßwellentechnologie wesentlich preisgünstiger in der Anschaffung und Anwendung, scheint aber in der anders gearteten Stoßwellencharakteristik wesentlich weniger wirksam zu sein.

Der therapeutische Wirkungsmechanismus der Stoßwellentherapie wird bis jetzt weder in der Human- noch in der Tiermedizin wirklich verstanden. Es wurde lediglich festgestellt, dass gewisse Gewebshormone auf Grund der Stoßwellentherapie freigesetzt werden und dass in Folge dessen neue Gefäße gebildet werden und Knochen umgebaut wird, was sich bei Knochenheilungsstörung oder Verletzungen der Sehnenanheftungsstellen am Knochen positiv auf die Heilung auswirkt.

 

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